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Beispiele Guter Praxis für den Umgang mit Wissen in KMU

Zwischen November 2004 und Januar 2006 lokalisierte das Steinbeis Transferzentrum Wissensmanagement & Kommunikation im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Beispiele Guter Praxis für den Umgang mit Wissen in KMU. Die Ergebnisse der Untersuchung werden mit Fallbeispielen für die Internet-Plattform der Initiative "Fit für den Wissenswettbewerb" aufbereitet.
Mittelsstandswissen - praktisches Know-how sichern

Im Mittelstand ist das Know-how zu Hause, um auch in Zukunft den Standort Deutschland zu sichern. Doch wie lässt sich dieses Wissen in den Firmen heben? Vor dem Begriff „Wissensmanagement“ schrecken viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zurück. Dennoch wird Wissensmanagement in KMU häufig erfolgreich praktiziert.

Während Verfahren des Wissensmanagements bei Großunternehmen bereits Eingang gefunden haben, ist bei mittelständischen Unternehmen teilweise noch Zurückhaltung festzustellen. Die Bundesregierung stellt Wissensmanagement im „Aktionsprogramm Informationsgesellschaft Deutschland – Ein Masterplan für Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft“ als ein wichtiges Aktionsfeld für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit heraus. Um dies auch in KMU zu tragen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) 2002 die Initiative „Fit für den Wissenswettbewerb“ gestartet.

Vorurteile

Typisch für KMU ist der Pragmatismus, mit dem an Lösungen gearbeitet wird. So kommt es zu der Situation, dass in vielen KMU schon lange Wissensmanagement praktiziert wird, ohne dass die Unternehmen selbst ihre Lösungen so bezeichnen. In vielen KMU hält sich das Vorurteil, Wissensmanagement sei zu bürokratisch, zu theoretisch und zu langwierig.

Glänzende Vorbilder

Um Identifikation mit dem Thema Wissensmanagement in KMU zu schaffen, sind Unternehmen mit Vorbildcharakter wichtig. Das BMWi beauftragte das Reutlinger Steinbeis-Transferzentrum Wissensmanagement & Kommunikation damit, im Rahmen der Initiative „Fit für den Wissenserwerb“ „Beispiele Guter Praxis“ für den Umgang mit Wissen in KMU zu lokalisieren, evaluieren und didaktisch aufzubereiten. Bundesweit konnten etwa 300 Unternehmen lokalisiert werden, die anschließend mit einem Evaluationsmodell bewertet wurden. Im Mittelpunkt stehen bei KMU meist konkrete Probleme, die oft sehr pragmatisch gelöst werden. IT-Lösungen sind heute nicht mehr das Allheilmittel im Wissensmanagement, vielmehr liegt der Fokus auf dem Menschen als dem wichtigsten Wissensträger im Unternehmen.


Abb. Unternehmen nach Bundesland

Ass im Ärmel

Es ist erstaunlich, dass KMU mit ihrem scheinbar offensichtlichsten Nachteil – den knappen Ressourcen – punkten können. KMU können und wollen sich keine langwierigen Wissensmanagement-Lösungen leisten, sie setzen auf praktikable und pragmatische Prozesse. „Es ist erstaunlich, mit welch cleveren Lösungen gerade kleine und mittelständische Unternehmen auf die Herausforderungen der Wissensgesellschaft reagieren. Zwar unterliegen diese Unternehmen Restriktionen hinsichtlich personeller und finanzieller Ressourcen, dies wird jedoch wettgemacht durch eine gesunde Portion pragmatischer Kreativität,“ so lobt der Projektleiter Dr. Sturz die Bereitschaft zur Initiative von KMU.
Das stimmt mit dem Ziel des BMWi überein, Wissensmanagement anhand praktikabler und pragmatischer Lösungen in KMU nachhaltig zu verorten.

And the winner is…

Am Ende standen die Gewinner fest: 25 “Beispiele Guter Praxis“ für bewährte Wissensmanagement-Lösungen in KMU haben sich als „Fit für den Wissenserwerb“ erwiesen.
Im Rahmen der CeBit 2006 wurde außerdem der „BestPractice-IT Sonderpreis Wissensmanagement“ an die Dortmunder brühne gruppe verliehen.

Alle 25 "Beispiele Guter Praxis" der Initiative "Fit für den Wissenswettbewerb" finden sie in der Projektbroschüre "Pragmatisch, einfach, gut - erfolgreicher Umgang mit Wissen".

Weitere Informationen auf www.wissenmanagen.net.